Archiv der Kategorie 'entsorgungspraxis'

Wolle gibt auf

Wie Wolfgang Petry jetzt exklusiv gegenüber SPND bekanntgab, möchte er seine Karriere an den Nagel hängen. Intern hatte Petry den Schritt zwar auf seiner offiziellen Website schon am 16.September bekanntgegeben, nun spricht er aber auch in der Öffentlichkeit (SPND) darüber. SUMPFPOST meint: Der Typ sah aber am Schluß auch wirklich Scheiße aus!

SUMPFPOST Ausgehtipp

REIEREI, ALDER!!!!

mit
DJ EIMER
&
DJ KOTZE

Samstag, 18.30 Uhr

im
SCHEISSHAUS
(Ihr pißt schon)

Goodbye Femin

Endlich wird Schluß gemacht mit dem gottverdammten Feminismus. Eva Herman meint, Frauen sollten zurück an den Herd und „öfter mal den Mund halten.“ Fraglich bleibt nur, warum sie es nicht selber tut.

Kalte Rotten und die Folgen

Unter der vielversprechenden Schlagzeile „Sander will den ganzen Müll verbrennen“ berichtet heute die Hannoversche Allgemeine Zeitung (fortan wegen Überlänge Hannoversche Allgemeine genannt) über die Probleme, die sogenannte Kalte Rotten mit sich bringen. Die Hannoversche Allgemeine zitiert den niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander: „Es gibt zu wenig Verbrennungsmöglichkeiten und die kalten Rotten funktionieren nicht.“ Sander habe aber, so die Hannoversche Allgemeine, auch eine Lösung parat: „Sinnvoll wäre es, ganz auf Verbrennung umzusteigen.“
Hintergrund: seit dem 1. Juni darf nach einer Verschärfung der Abfallgesetzgebung kein Müll mehr auf Deponien gekippt werden. Vielmehr muß dieser mechanisch-biologisch vorbehandelt (und hier kommt die Kalte Rotte zum Einsatz) oder einfach verbrannt werden, wie es Sander ja vorschlägt.
Wie der SUMPFPOST NACHRICHTENDIENST bereits berichtete, wird Müll entweder verwertet oder in Rumänien verbrannt; nun greift auch die Hannoversche Allgemeine dieses Thema auf: „Weil die Anlage oft stillstehe, sei schon Müll aus Osnabrück in Litauen aufgetaucht, berichtet Sander.“ Wie groß der Schritt zur Verbrennung dann noch ist, kann sich jeder ausrechnen. Warum den Müll also hier verbrennen, wenn es auch in Litauen oder Rumänien geht? Darauf haben weder Sander noch die Hannoversche Allgemeine eine Antwort. Stattdessen berichtet das Blatt aus Hannover über die Folgen der Unfähigkeit, die Kalten Rotten zu betreiben: „Am schlimmsten hat es die Betreiber der Kalten Rotte in Göttingen-Deiderode erwischt. Teile der Anlage sind zerborsten, sie steht seit Monaten still.“
Auch nach Sander haben die Kalten Rotten keine Zukunft: „Die Betreiber kriegen diese Technik nicht in den Griff.“
Übrigens gebe es diese Probleme laut Hannoversche Allgemeine nur in ehemals rot-grün geführten Ländern, in Süddeutschland hingegen seien genügend Müllverbrennungsöfen vorhanden. Sander meint: „Dort heißt es, warum habt ihr denn so einen Quatsch gemacht?“ Und hier endet der Bericht der Hannoverschen Allgemeinen, weshalb wir betreten zu Boden blicken, dann aber jäh hochfahren, zum Fenster eilen und die für mindestens zwanzig Minuten außer Acht gelassene Straße wieder ins Visier nehmen, denn die gelben Säcke stapeln sich weiter und höher. Vielleicht sollten auch wir eine Verbrennung endlich in Betracht ziehen?

Abfallentsorgung (III)

Liebe Leser, ob Sie das jetzt komisch finden oder nicht, wir jedenfalls können seit einigen Tagen nicht mehr lachen: so sehr wir auch auf die Straße starrten, uns abwechselten, Nachtwachen organisierten, irgendwie ging der „Gelbe-Säcke-Tag“, und zwar komplett, an uns vorbei. Sogar die Hausmülltonnen wurden in der Zwischenzeit geleert. Es könnte natürlich sein, daß unsere Straße einfach noch nicht dran war, dennoch treibt uns die Sorge um (und läßt uns nicht schlafen!), die Müllabfuhr könnte eine kleine Unaufmerksamkeit unsererseits genutzt und die gelben Säcke des ganzen Viertels schnell eingesammelt haben; und wir hätten den „Zonk“, wie manche so sagen. Denken Sie nur! Die gelben Säcke der ganzen Stadt abgeholt, und nur unsere stehen „natürlich“ noch da!
Aufgrund dieser turbulenten Ereignisse ist natürlich an eine längere Abhandlung über die weggeworfene Gesellschaft zur Zeit nicht mal ansatzweise auch nur zu denken. Wir bitten um Verblendnis!

Abfallentsorgung (II)

Liebe Leser, wie angekündigt muß die für morgen oder übermorgen (siehe Ankündigung: „Mittwoch oder Donnerstag“) geplante längere Abhandlung über irgendwas wegen des „Gelbe-Säcke-Tages“ verschoben werden oder zumindest ausfallen. Die gelben Säcke befinden sich noch im Redaktionskeller, doch schon morgen (Mittwoch!) könnte übberraschend das Zeichen zum Herausräumen gegeben werden. Alle Konzentrationen liegen deshalb jetzt auf der Erkundung der Straße. Unsere These stützt sich übrigens auf die bereits herausgestellten gelben Säcke im Zentrum, an dessen Rand die Redaktion sich befindet. „Werden sie heute dort geholt, ist morgen unser Viertel dran“, lautet die Vermutung, die und so recht wie billig erscheint und einleuchtet. Wenn uns mal jemand einen Zettel mit den Terminen schickt, ist auch okay.

Erläuterung

Der „Gelbe Säcke-Tag“ ist übrigens weder eine FDP-Kundgebung, noch wird hier Strom in einer neuen Form verabreicht; ohnehin finden wir die Behauptung, Strom sei gelb, ungeheuerlich, ja, eine Unverschämtheit, da könnte man ja auch sagen, Kühe seien lila; der „Gelbe Säcke-Tag“ ist der Tag, an dem die gelben Säcke abgeholt werden, das ist in vielen Kommunen so üblich. Die gelben Säcke sind Behältnis für den Wertstoffmüll, also all das, was außer Papier noch so recycelt werden kann bzw. nach Rumänien gebracht und verbrannt wird. In einigen Städten ist es anders geregelt, beispielsweise in Leipzig: dort gibt es für die einzelnen Häuser schwarze Tonnen mit gelbem Deckel. Zweimal im Jahr, meist am 1.Mai und am 3.Oktober, werden diese Tonnen traditionell aus den Hinterhöfen geholt, auf die Straße gerollt und angezündet, um auf die dramatische Situation in Rumänien aufmerksam zu machen.

Abfallentsorgung

Liebe Mülltrenner, für Mittwoch oder Donnerstag ist eine längere Abhandlung über die Abfallentsorgung geplant, wobei auch spezifische regionale Aspekte in den Diskurs fließen sollen, etwa der eventuelle Zusammenhang der Größe der Kommune mit den Eigenarten der Entsorgungspraxis, wobei gar nicht klar ist, ob es da überhaupt einen gibt, wir vermuten mal nein. Verhindern könnte die Abhandlung eigentlich nur noch der sog. „Gelbe-Säcke-Tag“, der regelmäßig unsere gesamten Kräfte erfordert. Ihn zu verpassen, kommt einer Katastrophe gleich, nicht nur wegen der Geruchsentwicklung im Redaktionskeller. Haben Sie schon Ihre Biotonne geleert?