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FDP verlangt von Oettinger eindeutiges Bekenntnis gegen Rechts

Neuer Ärger um Baden-Würtembergs Ministerpräsident Oettinger: FDP-Landesfraktionschef Ulrich Noll reicht es nicht aus, dass Günther Oettinger seine Mitgliedschaft im rechten Studienzentrum Weikersheim ruhen lässt. Oettinger soll sich „nicht wieder in Etappen distanzieren“, sondern „eindeutige Schritte“ unternehmen; also aus dem rechtsradikalen CDU-Verein austreten. Sollte sich Oettinger wider Erwarten dagegen entscheiden, stünden ihm bei der FDP selbstverständlich alle Türen offen.

Große Oster-Online-Durchsuchungsaktion

Um die Osterfeiertage wird die Bundesregierung mehrere öffentlichkeitswirksame Durchsuchungen auf ausgewählten Computern durchführen. „Durch die lustigen Suchaktionen zu Ostern erhoffen wir uns einen Imagegewinn für die zur Zeit noch sehr unpopuläre, aber eigentlich gar nicht so schlimme Onlinedurchsuchung. Indem wir die Maßnahmen mit Spaß und Tradition verbinden, versuchen wir ihnen den Schrecken zu nehmen“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Anfang kommender Woche sollen dann mehrere „dicke Eier“ präsentiert werden. Freiwillige, die die Aktion unterstützen und ihre Festplatten zur Verfügung stellen möchten, melden sich noch bis Sonntag schriftlich beim Innenministerium.

Fast-Zusammenstoß im Flugsicherheitsbereich

Eilmeldung aus der Schweiz

ZÜRICH: Am 8. Februar sind in der Nähe von Genf zwei Flugzeuge in 30 Meter Höhenunterschied etwa 750 Meter voneinander entfernt aneinander vorbeigeflogen, teilten Schweizer Behörden der bestürzten Weltöffentlichkeit am Dienstag vergangener Woche mit. Bereits im Dezember 1974 war es nahe Bern zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen. Damals betrug der Abstand immerhin 2450 Meter auf gleicher Höhe.

Das Ende des Bloggens *

Im Jahr 2007 kommt zu vielen anderen Menschheitskatastrophen (das Aussterben des Tigerschnegels, die deutsche EU-Ratspräsidentschaft) völlig überraschend das Ende des Bloggens. Zuerst berichtete die Süddeutsche Zeitung. Dann verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer: zuerst im sueddeutsche-blog, dann im anti-sueddeutsche-blog-blog. Pie-burglar, LOLZmaster und !Aphroditos ziehen nach; SusiSorglos88 und angryMetalBlogger, die beide davon bei !Aphroditos gelesen hatten, machten die Chose dann bei „ihren Leuten“ publik: „Es ist vorbei! Nie wieder Blog-Spaß für uns :-( “. Diese kurze Nachricht bei angryMetalBlogger erhielt allein über 288 Kommentare; viele Leser drückten ihre Bestürzung aus: „Au kacke, alles vorbei? Meine Welt geht unter!“, schrieb TorfRock; „Ist doch eigentlich ganz gut so“, polemisierte NoNonsenseZZZ. Zwischen beiden kam es zu einer scharfen Kontroverse, deftige Beleidigungen wurden ausgetauscht. Über den Streit berichtete ÄrzteDieNichtGolfSpielenBlog.de und das metametablog (das Blog, das die kritische Blogberichterstattung kritisch hinterfragt). !Aphroditos versucht zu vermitteln; sein Hinweis, der SZ-Artikel habe sich mit etwas ganz anderem befaßt, bleibt allerdings ungehört: zahlreiche Blogs titeln „Helft mir, ich sterbe bald“ und „Wie lange noch?“.
Währenddessen ermittelt quallenporno.de die eigentliche Ursache des kollektiven Blogsterbens: Es ist Hildegard „Hildi“ Treitschke, eine 84jährige Rentnerin aus Hamm, die einzige Person auf der Welt, die kein Blog hat und auch keine Blogs liest. Angeblich brauche sie „das alles“ nicht, wie eine ihrer Bekannten auf Hildis-Neugierige-Nachbarin.de nicht ohne Süffisanz berichtet. Lawblog.de prüft jetzt rechtliche Schritte gegen Frau Treitschke.

* aus dem Titanicblog

ARD für Kinder

Aufgrund der neu entbrannten Diskussion um Kinderarmut und Familienförderung plant die ARD vom 14. bis 21. April eine Themenwoche unter dem Motto „Kinder sind Zukunft“. Neben aktualisierten Serien wie „Sesamstraße“ (Sonntag 18.50 Uhr) und „Marienkäferhof“ werden die Tagesthemen in einem abgewandelten Format und unter dem Titel „Die Sendung mit der Maus und Tom Buhrow“ (mit Anne Will) daherkommen. Und damit’s auch mit den Kindern klappt, gibt es täglich ab 21.45 ein buntes Programm mit Filmen wie „Emauelle 27“, „Verbotene Liebe mit Rudolf Scharping“ oder „Wolfgang Bosbach kriegt jede rum, zumindest Claudia Roth.“ Die Konkurrenten des Privatfernsehens fürchten bereits um ihre Einschaltquoten, RTL II hat schnell noch „Die besten verwahrlosten Hartz-VI Kinder, die verhungert in Brandenburg aufgefunden wurden“ ins Programm genommen.

Klimawandel: Nichts neues

Die Prognosen für die Auswirkungen des Klimawandels sind wie erwartet wenig überraschend und bringen kaum Aussicht auf Veränderungen für den Alltag der Deutschen mit sich. Im Osten wird sich eine gigantische Servicewüste manifestieren, während es zwischen Paderborn und Sindelfingen bei verregneten Fußgängerzonen mit seismisch kaum meßbaren regionalen Differenzen bei den Ladenschließzeiten bleibt.

SPND weiter auf Sendung

Allen Lesern des Nachrichtendienstes der Sumpfpost ein schönes und gesundes 1984!
Ihr
George Orwell

Lino Wirag

Polonium auf dem Vormarsch – Gegendarstellung

Gegendarstellung:

Ein aufmerksamer Leser gab uns nach dem Beitrag „Celle im Internet“ den Hinweis, da sei eine „Lücke in der Berichterstattung. Ein Loch eben.“ Zugegeben: bei all dem Redaktionsstreß war uns das gar nicht aufgefallen, aber es ist natürlich richtig und wir haben den Fehler umgehend behoben. Hier die Meldung, die anstelle von „Celle im Internet“ erscheinen sollte:

Polonium auf dem Vormarsch

Medien und Gesundheitsexperten sind sich einig: Polonium ist auf dem Vormarsch. Noch sterben zwar nur Russen und Hamburger an der rätselhaften Seuche, jedoch wächst die Angst vor einer weltweiten Pandemie. Diese könnte beispielsweise dann ausbrechen, wenn durch ein Zusammentreffen des Poloniums mit Tom Buhrow jene furchtbare Mutation entstünde, für deren Auswirkung die Menschheit bislang noch keine Worte kennt. Bei der WHO ist man sich sicher, daß es zu dieser Katastrophe irgendwann einmal kommt, unklar sei nur noch der Zeitpunkt. Ein Sprecher: „Das wird richtig eklig!“

Diana könnte vielleicht noch am Leben sein

In einem Bericht von 832 Seiten hat der ehemalige Scotland-Yard-Chef John Stevens mehr als 20 000 Dokumente und rund 400 Zeugenbefragungen zum Tod von Prinzessin Diana zusammengefaßt.
Das Ergebnis:
„Hätte sie ihren Sicherheitsgurt getragen, wäre sie vielleicht nicht tot“, sagte Stevens. Ganz auf der sicheren Seite wären Di und Dodi aber gewesen, wenn der Wagen am 13. Pfeiler des Straßentunnels an der Pont de l‘Alma vorbei und ganz normal aus dem Tunnel herausgefahren wäre, wie tausende anderer Autos auch. Die überraschenden Erkenntnisse gaben Anlaß zu weiteren Spekulationen: Hätte Diana überlebt, wäre Sie z.B. vielleicht ein Jahr später überraschend an Brustkrebs erkrankt – nach dieser Theorie wäre sie dann heute auch tot.